
Das Display bei Touchscreen-Handys verschmiert schnell, Nokia legt daher beim N97 ein weiches Putztuch mit in den Lieferumfang. Außerdem werden sich Besitzer älterer Nokia-Ladegeräte über einen Adapter freuen, mit dem man dem N97 auch mit den runden Steckern früherer Ladegeräten Strom zuführen kann. Der Rest ist Standard.
Während Nokia bisher häufig wegen schlechter Verarbeitung seiner Geräte in der Kritik stand, erlebt man mit dem N97 erstmal eine positive Überraschung. Der matte Kunststoff knarzte zu Beginn des Tests nicht, außerdem sieht er hochwertig aus. Ein schicker Chromrahmen läuft rings um das Slider-Oberteil und verleiht dem Handy einen Hauch von Eleganz. Alle Spaltmaße sind extrem gering und gleichmäßig, selbst der Abstand zwischen Ober- und Unterteil fällt minimal aus.
Eine Ausnahme stellt nur der Akkudeckel dar. Während des Tests fing er bereits nach einigen Tagen an, unter Druck deutlich hörbare Knartzgeräusche von sich zu geben. Außerdem sitzt er auf den ersten Blick zwar perfekt auf dem Gehäuse, klopft man jedoch darauf, klingt es billig und das Klappern beweist, dass er doch nicht so gut passt. Der Slider-Mechanismus, der das Display seitlich von der Volltastatur wegschiebt, wackelt nicht und erscheint auch bei längerem Gebrauch robust. Das Oberteil des N97 gleitet angenehm straff gefedert und dennoch leichtgängig in die Endpositionen, wo es mit einem satten Schnalzen einrastet. Lediglich beim Zuschieben hätte die die Federkraft höher ausfallen können.
Beim Aufschieben stellt sich das Display automatisch in einem 40-Grad-Winkel zur Tastatur auf. Das soll beim Tippen und Internetsurfen deutlich ergonomischer sein, tatsächlich bietet es keinen großen Vorteil. Im Vergleich zum HTC Touch Pro 2, bei dem man den Aufstellwinkel frei wählen kann, fühlt sich das N97 im Querformat aber etwas besser an.
Ausschnitt vom Review von Areamobile. de – mehr hier
